Fachtagung 2014

Workshop 3

Cross Dressing -Dekonstruktion von Geschlecht als Methode in der Arbeit mit Mädchen und Jungen

Schon früh lernen Kinder, welche Privilegien mit einer männlichen Geschlechtszuordnung einhergehen, was es bedeutet ein Mädchen oder ein Junge zu sein („der hat da was / die hat da nichts“) und dass die Verhaltensweisen oder Gebärden des jeweils „anderen“ Geschlechts ein verbotenes Terrain sind. Das Übertreten der Geschlechtergrenzen wird häufig mit direkter Reaktion der „Peer-group“ oder der Erwachsenen („das macht ein Mädchen so nicht“ „so verhalten sich nur Jungen“ „das dürfen Mädchen nicht“ „Bist Du Schwul/ lesbisch oder was?“) bedacht und löst eigenes Unbehagen aus.

Das angeleitete Übertreten von Geschlechtergrenzen jedoch kann von Jugendlichen als große Chance und Stärkung erlebt werden. In der pädagogischen Arbeit können praktische Übungen sowie Inszenierungen in Bild und Videos zum Thema „Geschlecht als Performance“ als Türöffner in neue Möglichkeits- und Handlungsräume eingesetzt und durchgeführt werden.

Der Workshop soll die Fachkräfte befähigen, mit Mädchen und Jungen in der pädagogischen Arbeit Übungen zum Überschreiten von starren Geschlechtergrenzen anzuleiten. Zudem werden Fotos und Videos aus vergangenen Workshops zum Thema „(Selbst)Inszenierung von Geschlecht durch Cross Dressing“ präsentiert und Erfahrungsberichte von Workshopteilnehmer_innen vorgestellt.

Referentin:

Stephanie Weber Referentin für Gender- und Sexualpädagogik, Köln

Moderation:

Uwe Ihlau FUMA Fachstelle Gender NRW

Bild: Logo Facebook